Frédéric Vasseur

Teamchef

Der 49-jährige Franzose ist ohne Zweifel eine bekannte Persönlichkeit in den Fahrerlagern rund um den Globus – die Erfolge seiner Formel-Teams in verschiedenen Rennserien sprechen für sich. Als Gründer von ART Grand Prix und ASM, konnte Vasseur mit seinen beiden Teams und dessen talentierten Fahrern einige herausragende Erfolge feiern. Dazu zählen 8 Meistertitel in der GP2-Serie, 9 Meistertitel in der GP3-Serie sowie 12 weitere Meistertitel in der Formel 3 Euroserie. Drei Formel-1-Weltmeister – Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Nico Rosberg –  waren unter vielen anderen Rennfahrern, denen Vasseur den Grundstein für ihre Karriere gelegt hat.

Die Wurzeln im Motorsport

Nach dem Vasseur seinen Abschluss in „Aeronautical Techniques and Automotive Engineering” an der ESTACA im Jahr 1996 abgeschlossen hat, gründete er sein erstes Rennteam, ASM, welches schon im darauffolgenden Jahr zusammen mit Renault an der Formel-3-Meisterschaft teilnahm. Mit dem ersten Meistertitel folgte eine Partnerschaft mit Mercedes.

2003 stieg ASM in die Formel 3 Euroserie ein. Und das mit Erfolg: Zwischen 2004 und 2009 konnte das Team in jedem Jahr die Meisterschaft gewinnen, mitunter die prestigeträchtigen Rennen beim Masters of Zandvoort sowie beim Macao Grand Prix.

Die Stars von heute

Eine Vielzahl von Rennfahrern ging, unter den wachsamen Augen von Vasseur, durch die harte Schule der Formel 3 Euroserie: Romain Grosjean, Jules Bianchi, Paul Di Resta und Jamie Green sind einige davon.

Im Jahr 2004 ging Vasseur’s Weg zur Spitze des internationalen Motorsports weiter. Er gründete damals ART Grand Prix, welches schon im darauffolgenden Jahr in die GP2-Serie einstieg. Seit 2005 blickt ART Grand Prix auf eine erfolgreiche Bilanz zurück: Das Team gewann insgesamt 8 Meisterschaftstitel, darunter 4 Team- sowie 4 Fahrerwertungen, zusammen mit Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg und Stoffel Vandoorne. Weitere Erfolge feierte das Team in der GP3-Serie. Dort gelang Esteban Gutierrez (2010), Valtteri Bottas (2011), Esteban Ocon (2015) und Charles Leclerc (2016) der Meistertitel.

Formel E trifft Formel 1

Dank seiner langjährigen Erfahrung im Motorsport, gründete Vasseur im Jahr 2012 das Unternehmen Spark Racing Technology (SRT), welches Hybrid- und Elektroantriebe entwickelt. 2014 wurde die FIA-Formel-E-Meisterschaft ins Leben gerufen – eine Rennserie für Formelfahrzeuge mit Elektromotor – deren Stadtrennen in Metropolen rund um den Globus ausgetragen werden. Spark Racing Technology wurde von Formula E Holdings (FEH) beauftragt, insgesamt 40 Formelfahrzeuge (Spark-Renault SRT_01E) zu konstruieren.

Im Jahr 2016 kam Vasseur erstmals mit dem Formel-1-Business in Berührung, als er Teamchef des neuformierten Renault Sport Formel-1-Teams wurde. Im darauffolgenden Jahr wurde er zum Managing Director und CEO der Sauber Motorsport AG sowie zum Teamchef des Sauber F1 Teams ernannt.

Frédéric Vasseur (28. Mai 1968, Frankreich)
Managing Director & CEO, Sauber Motorsport AG
Teamchef, Sauber F1 Team

Career

2017 Teamchef Sauber F1 Team
Managing Director & CEO, Sauber Motorsport AG
2016 Teamchef , Renault Sport F1 Team
2015 DTM (2 Mercedes), ART Grand Prix
2014 ELMS (2 McLaren MP4 12C), ART Grand Prix
FIA Formula E, Spark Racing Technology
2012-2014 Blancpain Endurance Series (2 McLaren MP4 12C), ART Grand Prix
2012-2013 GT Tour (McLaren MP4 12C), ART Grand Prix
2012 Gründung von Spark Racing Technology (Design und Konstruktion von Hybrid- und Elektro-Systemen)
2010 Gründete AOTech (Fahrer-Simulator und CFD Engineering)
2010-2017 GP3-Serie, ART Grand Prix
2005-2017 GP2-Serie, ART Grand Prix
2004 Mitgründer von ART Grand Prix
2003-2009 F3 Euroseries, ASM F3
1996-2002 Französische Formel 3, ASM F3
1996 Gründete ASM F3
1995 Diplom von der ESTACA (Higher School of Aeronautical Techniques und Automotive Engineering)
1992 Gründung von RPM (F3-Motoren; Vorbereitung und Entwicklung zusammen mit Renault – Französische und Britische Meisterschaft)