Unsere Geschichte

Tauche ein in unsere Rennsportgeschichte

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Tales Of The Unexpected

1 Januar 1959

Tales Of The Unexpected

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1 März 1959

Für Autos hatte sich Peter Sauber nicht besonders interessiert und schon gar nicht für den Rennsport. Dass Sauber Motorsport schon seit mehr als 45 Jahren im Geschäft ist, hatte in der frühen Phase vor allem mit Zufall, dann aber mit ausgeprägtem Durchhaltewillen und später mit viel Arbeit und Geschick zu tun.

1960

1960

1 Januar 1960

Peter Saubers Vater besass ein Unternehmen für elektrotechnische Anlagen mit rund 200 Mitarbeitern, deren Räumlichkeiten sich in Zürich sowie an der Wildbachstrasse in Hinwil befanden. Der Weg von Peter Sauber schien vorgezeichnet. Er absolvierte eine Ausbildung als Elektromonteur mit dem Ziel, sich weiterzubilden und dann in die Fussstapfen seines Vaters zu treten. Doch es kam alles anders.

1967

1967

1 Januar 1967

Die ersten Schritte im Motorsport: 1967 fuhr Peter Sauber mit einem VW Käfer zur täglichen Arbeit, bis ihn ein Freund dazu überredete, diesen tunen zu lassen. Damit beteiligte sich Peter Sauber 1967 dann zum Spass an ein paar Club-Rennen. Was aber viel wichtiger war: Seine Lust am Basteln wurde geweckt. Er veränderte den Käfer so stark, dass dieser letztlich die Strassenzulassung verlor. Das führte zum nächsten Schritt.

Die Sportwagen Ära

Die Sportwagen Ära

1 Januar 1968

Die Sportwagen Ära

1970

1970

10 Dezember 2018

1970 entschied Peter Sauber, sich mit dem Bau von offenen, zweisitzigen Rennsportwagen als selbstständiger Unternehmer zu etablieren. Im Keller des Elternhauses in Zürich entstand der Sauber C1. Als Typenbezeichnung wählte Sauber den ersten Buchstaben des Vornamens seiner Ehefrau Christiane.

1970

1970

1 April 1970

Noch im gleichen Jahr gründete er die PP Sauber AG und bezog die eigens dafür gebaute Werkstatt auf dem Firmenareal seines Vaters an der Wildbachstrasse in Hinwil. Mit dem C1 gewann er 1970 den Schweizer Meistertitel bei den Sportwagen, beliess es dann aber bald bei vereinzelten Auftritten als Rennfahrer. 1974 stülpte er den Helm zum letzten Mal über und verlegte sich nun ganz aufs Konstruieren. Das „C“ als Markenzeichen wurde beibehalten.

1976

1976

1 Januar 1976

Sauber hatte sich keine einfache Aufgabe gestellt. In der Schweiz vom Bau von Rennsportwagen zu leben, schien ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das war für Sauber noch lange kein Grund, aufzugeben. Er biss sich durch. Arbeitstage endeten oft spät in der Nacht. Das Geld war knapp. Internationale Beachtung fand Sauber durch den C5, mit dem Herbert Müller 1976 die damals prestigeträchtige Interserie gewann. Es folgten erste Einsätze in Le Mans. Sauber Motorsport hatte mittlerweile vier Mitarbeiter.

1978

1978

1 Januar 1978

Im Jahr 1978 führte der C5 am Le Mans 24 Stunden Langstrecken-Klassiker in der 2- Liter-Klasse, bis ein defektes Auslassventil im BMW-Motor den Sieg durch die Fahrer Marc Surer, Eugen Strähl und Harry Blumer kurz vor dem Ende des Rennens vereitelte.

1981

1981

1 Januar 1981

1981 gewannen Hans-Joachim Stuck und Nelson Piquet auf einem von Sauber gebauten BMW M1 nach Gruppe-5-Reglement das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring.

Sportwagen – die Gruppe C Ära

Sportwagen – die Gruppe C Ära

6 Januar 1981

Sportwagen – die Gruppe C Ära

1982

1982

1 Januar 1982

1982 war ein entscheidendes für Peter Sauber: Er erhielt vom Schweizer Kunststoffunternehmen Seger & Hoffmann den Auftrag, ein Fahrzeug für die Sportwagen-Weltmeisterschaft (Gruppe C) zu bauen. Es wurde der Sauber C6. In dieser Zeit entstand der Kontakt zu Ingenieuren bei Mercedes, die sich für das Thema Rennsport interessierten. Ganz privat natürlich, denn beim Stuttgarter Automobilhersteller war internationaler Motorsport seit dem schweren Unfall in Le Mans 1955 tabu.

1985

1985

1 Januar 1985

Ab 1985 verwendete Sauber in seinen Rennsportwagen Mercedes-Motoren und rückte damit Stuttgart noch ein bisschen näher. Bereits ein Jahr später gewannen Henri Pescarolo und Mike Thackwell auf einem Sauber C8 das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Weitere Erfolge kamen hinzu, was letztlich Mercedes zur Rückkehr in den internationalen Motorsport bewog.

1988

1988

1 Januar 1988

Ab 1988 war Sauber offiziell Werksteam von Mercedes.

Sportwagen – die goldenen „Silber-Jahre“

Sportwagen – die goldenen „Silber-Jahre“

6 Januar 1988

Sportwagen – die goldenen „Silber-Jahre“

1989

1989

1 Januar 1989

Professor Werner Niefer, damals Vorstandsvorsitzender von Mercedes, entschied 1989, die Rennwagen silbern zu lackieren. Es war die Wiedergeburt der Silberpfeile. Höhepunkt dieser Partnerschaft war dasselbe Jahr, 1989, in dem man nicht nur die Sportwagenweltmeisterschaft für Fahrer und Teams gewann, sondern auch beim legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans einen Doppelsieg feierte.

1990

1990

1 Januar 1990

Ein Jahr später konnte der Gewinn der Weltmeistertitel wiederholt werden. Sauber Motorsport war auf rund 50 Mitarbeiter angewachsen. In diese Zeit fiel auch die Gründung des Junior-Teams, eine Idee des damaligen Sauber-Geschäftspartners Jochen Neerpasch. Die Wahl fiel auf Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger. Allen dreien hat Peter Sauber den Einstieg in die Formel 1 ermöglicht.

Vorbereitung des Formel-1-Einstiegs

Vorbereitung des Formel-1-Einstiegs

6 Januar 1990

Vorbereitung des Formel-1-Einstiegs

1991

1991

1 Januar 1991

Weil der Stern der Sportwagen-WM zu sinken begann, orientierte sich Mercedes in Richtung Formel 1. Im Sommer 1991 wurde sie zum gemeinsamen Projekt erhoben, die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Sauber baute auf dem Firmengelände in Hinwil eine neue Fabrik. Doch bereits im November kam die Hiobsbotschaft. Wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds entschied sich der Mercedes-Vorstand gegen einen werksseitigen Einstieg in die Formel 1.

1992

1992

1 Januar 1992

Sauber hatte zwei Optionen: Sich mit einer finanziellen Abfindung zurückzuziehen oder diese als Startkapital für die Formel 1 zu nutzen. Im Januar 1992 entschied er sich zum Sprung ins kalte Wasser. Im Herbst fanden die ersten Testfahrten mit dem C12 statt, der von einem Ilmor-Triebwerk befeuert wurde. Knapp 70 Mitarbeiter zählte das Unternehmen damals.

Formel 1 – die frühen Jahre

Formel 1 – die frühen Jahre

6 Januar 1992

Formel 1 – die frühen Jahre

1993

1993

1 Januar 1993

Am 14. März 1993 standen in Kyalami wie geplant zwei Sauber C12 für Karl Wendlinger und JJ Lehto am Start zum Grossen Preis von Südafrika. Mit dem fünften Rang des Finnen und zwei WM-Punkten wurde die Premiere ein gefeierter Erfolg.

1995

1995

1 Januar 1995

Verträge mit Red Bull und Petronas bildeten ab 1995 ein solides Fundament und erlaubten dem Schweizer Team, sich als feste Grösse in der Formel 1 zu etablieren. In den Jahren 1995 und 1996 war Sauber Werksteam von Ford. 1995 brachte auch das allererste Podium für das Team in der Formel 1: Heinz-Harald Frentzen konnte sich den dritten Platz am Grand Prix von Italien in Monza sichern.

1997

1997

1 Januar 1997

Ab 1997 fuhr man mit Ferrari-Motoren, die den Namen des Titelsponsors Petronas trugen. Der Durchbruch liess noch auf sich warten.

2001

2001

1 Januar 2001

Dann aber folgten 2001 drei Höhepunkte in der Teamgeschichte Schlag auf Schlag: die Partnerschaft mit der Schweizer Grossbank Credit Suisse, der Mitte Oktober feststehende vierte Rang in der Konstrukteurs-WM und wenige Tage später der erste Spatenstich zum eigenen Windkanal.

2003

2003

1 Januar 2003

Eröffnung des neuen Windkanalgebäudes: Unmittelbar neben dem Fabrikgebäude befindet sich der State-of- the-Art-Windkanal, der offiziell Mitte Dezember 2003 eröffnet wurde und im Frühjahr 2004 in Betrieb gesetzt wurde.

2005

2005

1 Januar 2005

Im Jahr 2005 suchte Peter Sauber nach einem neuen Motorenpartner. Mittlerweile über 60 Jahre alt, hatte er auch nichts dagegen, sein Lebenswerk in starke Hände zu geben. Ein Angebot von BMW schien die Lösung. Der Automobilhersteller, der seit der Saison 2000 mit Williams am Start war, wollte ein eigenes Werksteam. Am 22. Juni 2005 verkündete BMW die Übernahme von Mehrheitsanteilen am Schweizer Team.

Formula One – The BMW-Sauber Era

Formula One – The BMW-Sauber Era

1 Januar 2006

Formula One – The BMW-Sauber Era

2007

2007

1 Januar 2007

Werkserweiterung: Der Neubau liegt zwischen dem ersten Fabrik- und Bürogebäude (1992 fertig gestellt) und dem Windkanal-Gebäude (seit 2004 in Betrieb) und ist die jüngste Erweiterung, die am Ende des Jahres 2007 bezogen wurde.

2008

2008

1 Januar 2008

Das dritte Jahr des BMW Sauber F1 Teams, die Saison 2008, wurde zum nächsten Höhepunkt der Teamgeschichte. Mittlerweile war der Ausbau in Hinwil abgeschlossen, der Personalstand betrug nun über 400 Mitarbeiter. Für 2008 hatte man sich den ersten Sieg zum Ziel gesetzt. Es wurde gleich ein Doppelsieg. Robert Kubica gewann in Kanada vor Nick Heidfeld. Insgesamt schaffte das BMW Sauber F1 Team 2008 elf Podestplätze. In Bahrain holte Kubica die erste Poleposition, Heidfeld steuerte die ersten beiden schnellsten Rennrunden zur Statistik bei. Das Team wurde am Ende mit 135 Punkten WM-Dritter.

2009

2009

1 Januar 2009

Nach einem schwierigen Start in die Saison 2009 folgte am 29. Juli eine schockierende Nachricht: BMW verkündete anlässlich einer Pressekonferenz in München den Ausstieg aus der Formel 1 zum Saisonende. Mit Platz sechs in der Weltmeisterschaft (36 Punkte) verabschiedete sich BMW aus der Formel 1. Am 27. November 2009 fand die nächste Pressekonferenz statt, diesmal in Hinwil. Peter Sauber hatte sich mit BMW geeinigt und sein Lebenswerk wieder zurückgekauft. Die Freude war getrübt, denn BMW hatte zuvor bereits entschieden, Personal abzubauen. Von zu jenem Zeitpunkt noch 388 Mitarbeitern wurde auf 260 reduziert.

Formel 1 – Neustart

Formel 1 – Neustart

6 Januar 2009

Formel 1 – Neustart

2010

2010

1 Januar 2010

Mit diesem Personalbestand, mit Ferrari als Motorenpartner und den Piloten Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa nahm die Hinwiler Mannschaft die Saison 2010 in Angriff – die 40. Saison im Motorsport.

2011

2011

1 Januar 2011

Nach einer guten ersten Halbzeit auf einem sicher scheinenden sechsten WM-Rang fiel die Formkurve des Teams ab. Am Ende belegte das Sauber F1 Team mit 44 Zählern Rang sieben in der Konstrukteurswertung. 30 Punkte davon gingen auf Kobayashis Konto, 14 auf das von Pérez. Bereits im Sommer waren beide Piloten für 2012 bestätigt worden, gemeinsam mit Esteban Gutiérrez (Mexiko) als Ersatzmann.

2012

2012

1 Januar 2012

2012 war ein sehr gutes Jahr für das Sauber F1 Team: vier Podestplätze, 126 WM-Punkte und Rang sechs in der Konstrukteurs-WM – erneut eine Position besser als im Vorjahr. Eine Leistung, die von vielen aussenstehenden Beobachtern gewürdigt wurde.

2012

2012

11 Oktober 2012

Der 11. Oktober 2012 stellt einen Meilenstein in der Geschichte des Teams dar. Es war der Tag, an dem Peter Sauber als Teamchef zurücktrat und die Verantwortung an Monisha Kaltenborn übergab, die damit zur allerersten weiblichen Teamchefin in der Formel 1 wurde.

2013

2013

1 Januar 2013

Das Sauber F1 Team startete die Saison 2013 mit einer neuen Fahrerpaarung. Nico Hülkenberg stiess in seiner dritten Saison als Einsatzfahrer neu zum Schweizer Team, während Esteban Gutiérrez vom Test- und Ersatz- zum Einsatzfahrer befördert wurde. Die Saison endete für das Sauber F1 Team mit 57 Punkten auf Rang sieben der Konstrukteurs-WM. Angesichts der Tatsache, dass das Team die Saison 2012 einen Rang besser abgeschnitten hatte, war dies nur begrenzt zufriedenstellend. Dennoch gab es auch positive Aspekte: Nachdem die Sauber C32 zu Beginn der Saison kaum wettbewerbsfähig waren, steigerte sich das Team in der zweiten Saisonhälfte signifikant und holte 50 Punkte.

2014

2014

1 Januar 2014

Esteban Gutiérrez ging in sein zweites Jahr, sein Teamkollege wurde der neu verpflichtete Adrian Sutil, der seine bereits siebte Saison in Angriff nahm. Aus einer Reihe von Gründen hinkte das Sauber F1 Team seinen direkten Konkurrenten von Beginn an hinterher. Ungenügende Performance, Mangel an Zuverlässigkeit, Fehler der Boxencrew oder der Piloten. Zwar gelang es der Schweizer Mannschaft im Laufe der Saison, auf die Konkurrenten Boden gutzumachen, aber der Abstand nach vorne war ganz einfach zu gross. Die Bilanz nach 19 Rennen war denn auch ernüchternd: Mit null Punkten beendete das Sauber F1 Team die WM 2014 auf dem zehnten Rang. Es war das erste Mal in der Geschichte des Teams, dass man eine Saison ohne WM-Punkte abschloss.

2015

2015

1 Januar 2015

Das Sauber F1 Team startete mit einem neuen Fahrer-Duo in seine 23. Formel-1-Saison. Mit Marcus Ericsson und Rookie Felipe Nasr setzte man auf zwei junge, talentierte und hoch motivierte Piloten. Auch im Hinblick auf den Sauber C34-Ferrari hatte sich einiges getan – nicht nur das Design wechselte, sondern auch die Farben von grau zu gelb-blau. Aus technischer Sicht machte der Schweizer Rennstall ebenfalls Fortschritte. Im Jahr 2015 feierte das Sauber F1 Team ausserdem ein herausragendes Jubiläum: Der Grosse Preis der USA in Austin war der 400. GP in 23 Jahren Formel 1. Zusammenfassend war 2015 eine ereignisreiche wie anspruchsvolle Saison. Mit 36 Punkten und dem achten Platz in der Konstrukteurs-Wertung hat sich das Team im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert.